Sage und schreibe 23 tollkühne Schocker versuchten bei dieser 1.
Prüfung des neuen Schockjahres den altehrwürdigen Grand- Slam-
Pokal zu gewinnen. Zur großen Freude aller durften wir dieses Mal
auch zwei Mitglieder des FKK (Frauen Knobel Klub) begrüßen,
die den Niederungen der zweiten Liga entrinnen wollten und sich mit beachtlichem
Erfolg mit den Großen maßen.
Leider wartete die Schockergemeinschaft vergeblich auf das Erscheinen
des 24. Spielers, so dass Spielleiter Hayntz Ellguth sich dazu entschloss,
das Turnier an drei Fünfer- und zwei Vierertischen durchzuführen,
was dazu führte, dass die Ergebnisse zwar recht ausgeglichen, jedoch
insgesamt unterdurchschnittlich ausfielen.
Zu einem weiteren Novum kam es nach der 13. Runde. Aus verständlichen
Gründen musste die Große Runde ausfallen. 23 Leute an einem
Tisch zu versammeln war einfach nicht möglich, zumal sich auch alkoholtechnisch
kaum jemand zurückhielt und der ISF-Vorstand es für besser hielt,
in diesem Falle kurzfristig eine Sondergenehmigung zu erteilen.
Die Ergebnisse:
Platz 23
Sonja kam nach den letztjährigen
Anfangserfolgen weder mit ihren Mitspielern, noch mit Würfeln und
Becher zurecht. Die Konsequenz war ein indiskutabler letzter Platz mit
schwachen 173 Punkten.
Platz 20
Gleich dreimal belegt. Von Bernd Wittenberg
war nicht mehr zu erwarten, ihm fehlt einfach die Spielpraxis.
Jürgen Horstmann kann man getrost eine Enttäuschung nennen.
Ein wahres Drama spielte sich um Karl
ab. Von einem so erfahrenen alten Hasen müssen einfach mehr kommen
als 174 Punkte.
Platz 19
Des Kölners 186 Punkte kann
man so und so sehen. Für ein Schockturnier sicherlich nicht berauschend,
jedoch hatte sein Verein just an diesem Tage nach über 1000 torlosen
Minuten wieder einmal ins Schwarze getroffen, so dass seine Unkonzentriertheit
wohl auf die hohe Anzahl Glückshormone zurückzuführen war,
die sein Körper freigab.
Platz 18
Newcomer Rainer Schürfeld mit
beachtlichen 187 Punkten. Gleich in seiner allerersten Turnierrunde schaffte
er das, wovon alle Schocker dieser Welt träumen - den Handschock.
Wenn er seine Beständigkeit weiter ausbaut, hier und da mal ein Trainingslager
mitmacht und sich, was noch viel wichtiger ist, endlich eigene Würfel
zulegt, kann er in absehbarer Zeit sicherlich die magische 200er Grenze
überschreiten.
Platz 17
Andrea Wehring, besser bekannt auch
als Dalai-Lama, konnte ihre starke
Form aus der
2. Liga beim FKK nicht bestätigen und musste sich letztendlich mit
190 Pkt. zufrieden geben. Dennoch ein positive Erfahrung für sie.
Ein erster Grundstein zum Erfolg der ihr sicherlich nicht lange verwehrt
bleiben wird.
Platz 16
Absteiger des Tages der mehrfache Grand Slam Sieger Hayntz.
Für Kenner der Szene war es keine Überraschung, dass Hayntz
nur 195 Pkt. verbuchen konnte. In letzter Zeit hielt er sich auch mit
Ausgleichssportarten wie Luftgitarrespielen merklich zurück, was
die Frage aufwirft, wann und ob diese Legende des Schockens noch einmal
einen erneuten Angriff auf die Krone starten wird.
Platz 15
Möppel schlug wohl noch die
nachmittägliche Niederlage seiner Knappen in Cottbus auf den Magen.
Anders ist seiner dürftige Leistung von 196 Pkt. nicht zu erklären.
Bemerkenswert ist es, dass seine letzten großen Erfolge schon mehrere
Jahre zurück liegen. Ob seine Zeit vorbei ist, werden die nächsten
Turniere zeigen.
Platz 14
Ralf Steinmann in seinem ersten
offiziellen Turnier scheiterte nur denkbar knapp an der magischen Grenze
von 200 Pkt. Mit nur drei Zählern weniger, also 197 Pkt. gelang ihm
aber trotzdem ein Achtungserfolg. Seine weitere sportliche Entwicklung
wird zu beobachten sein.
Platz 13
Griepen-Riepe war mit seinem Abschneiden
und den erreichten 198 Pkt. alles in allem zufrieden. Nach überstandener
alkoholfreier Zeit war sowieso nicht mehr für ihn zu holen. Auf ein
Tätärä beim nächsten Mal.
Platz 12
Voller Stolz dürfte die ISF nach längerer Zeit auch mal wieder
Brüllaffe Reinhard Stephani
begrüßen. Man merkte ihm aber seine turnierbedingte Gehemmtheit
an. Er ist und bleibt einfach ein Brettschocker der Kategorie 1, der bei
Turnieren seine Probleme hat. Mit kontrollierter Offensive kommen eben
selten mehr als 201 Pkt. zusammen.
Platz 10
Uli Theimann und das
Wölferl teilten sich mit durchschnittlichen 210 Zählern
Platz 10. Insgesamt ein Ergebnis, auf das sich aufbauen lässt. Uli
hätte sich sicherlich gerne weiter oben wieder gefunden, ist jedoch
derzeit dermaßen mit dem uploaden des Almanachs beschäftigt,
dass ihm wohl ein wenig Konzentration fehlte. Wolfgang muss aufpassen,
dass sich der tschechische Knobelstil nicht vollends bei ihm einschleicht.
Larifari Wischiwaschi unter ferner Liefen kann für einen Schocker
seiner Güteklasse nicht das erklärte Ziel sein.
Platz 9
Das Vieh kann mit seinen 211 Zählern
recht zufrieden sein. Ohne Trainingslager ein ordentliches Ergebnis. Bedenkt
man, dass er an seinem Tisch für Michel mittrank, sogar wirklich
gut.
Platz 8
Der Mann des lauten Lachens, auch bekannt unter dem Namen Scotty,
erreichte nach längerer Turnierpause beachtliche 219 Pkt. Es war
ihm von Anfang an anzusehen, dass er voll bei der Sache war und voller
Ehrgeiz nach der Krone griff, die ihm aber schließlich doch verwehrt
blieb. Nichts desto Trotz ein gutes Einstiegsresultat, dass mit Sicherheit
nicht zu streichen sein wird.
Platz 6
Anja Locke und Dr.
Pircher konnten mit 221 Zählern in zweierlei Hinsicht zufrieden
sein. Zum einen ist das Ergebnis ausbaufähig, zum anderen schrammten
sie nur um einen Punkt an weiteren 46 Euro auf ihrem Deckel vorbei. Locke
gilt es zu beglückwünschen. Nicht jede Newcomerin schafft auf
Anhieb dieses Resultat. Dr. Pircher sollte endlich Handschocksondertrainingseinheiten
einlegen. Zum fünften Mal in Folge blieb er ohne 20 Extrapunkte.
Platz 5
Kaum fängt die neue Saison wieder an, liegt Helmut
schon wieder in Lauerstellung und schielt mit gierigen Blicken auf den
Titel. Seine 225 Pkt. kamen ihm dabei sehr gelegen. So kann er ohne die
ganz große Favoritenbürde zur nächsten Prüfung kommen
und mit einer Überraschungsoffensive die Konkurrenz demoralisieren.
Ob er jedoch seinen Titel verteidigen kann, steht noch in den Sternen.
Beim letztjährigen Kraftakt hat er viel Glück aufbrauchen müssen.
Platz 4
Auf dem unglücklichen 4. Platz landete Michel.
Lediglich 4 Punkte fehlen ihm zu seinen erreichten 241 zum Platz auf dem
Stockerl. Dennoch ist ihm in diesem Jahr alles zuzutrauen. Mit seiner
Erfahrung kann er den großen Wurf schaffen.
Platz 3
Schockerin Angelika distanzierte
sich nicht nur deutlich vom Ergebnis ihres Mannes, nein sie katapultierte
sich förmlich von 0 auf 245 Pkt. und damit zu einem verdienten 3.
Platz. In der Vergangenheit wies sie jedoch das ein oder andere Mal Schwächen
in der Beständigkeit auf. Wenn sie diese abstellen kann, ist ihr
diese Jahr alles zuzutrauen.
Platz 2
Für viele der große Geheimfavorit auf den Titel 2002. Manni
Berger mit seinen 248 Pkt. Nach Runde 11 sah er schon wie der sichere
Sieger aus, wurde dann jedoch von Dr. Pircher mit zwei schnellen Aus"
auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, so dass er in Runde 13
eine -3 hinlegte. Vielleicht ist es auch besser so für ihn, zumal
ihm der Erfolg sicherlich zu Kopf gestiegen wäre.
Platz 1
Von der Spitze gibt es nichts Neues zu berichten. Wieder einmal schaffte
es Betty, die Konkurrenz hinter
sich zu lassen und mit 254 Pkt. die erste Prüfung für sich zu
entscheiden. Dieses Ergebnis wird jedoch für viele der Anlass sein,
den Kampf gegen Klemm und Klau noch stärker zu forcieren, gilt es
doch schließlich endlich einmal die Vormachtstellung dieser erfolgreichsten
Schockehe aller Zeiten zu beenden.
Fazit
Ein rundum gelungenes Turnier mit zwar unterdurchschnittlichen Resultaten,
dafür jedoch mit für schier unmöglich gehaltenem Zuspruch
und gewohnt guter Stimmung. Die Favoriten liegen alle noch sehr dicht
beieinander, so dass eigentlich jeder noch Chancen auf den Grand Slam
hat. Noch dazu spielt Schocklegende Matze
Nikoleizig mit dem Gedanken, wieder ins aktuelle Turniergeschehen
einzusteigen, was zur Folge haben könnte, das viele, die sich jetzt
schon zu sicher fühlen, böse überrascht werden könnten,
da Matze immer für einen Sieg in Frage kommt. Wir werden es sehen.
Euer Dr. Pircher
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