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Historie Eine kurze Geschichte des Würfelspiels |
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Historisches Geschichte des Schockens Brettschocken So'ne Sechs kann ganz schön viel sein Turnierschocken Anleitung zur Durchführung Nach der Siegerehrung Verschiedene Schockturniere Strategien Voodoo Spielregeln Spielregeln Würfe (Pappen und Punkte) |
Eine der frühesten Erwähnungen des Würfelns findet sich in der Bibel. Römische Legionäre würfelten nämlich um das Gewand Christi, daraus ergab sich in streng gläubigen Kreisen schon früh eine Abneigung gegen das Würfeln. Diese gipfelte dann im finsteren Zeitalter des Mittelalters darin, daß das Würfeln von irgendeinem Papst Pius, Gregor oder Paul dem soundsovielten mit dem Bann belegt wurde. Nach Ansicht der katholischen Kirche gehörte es zu den drei größten Menschheitsverderbern, den drei großen W`s - Wein, Weib und Würfelspiel. | |
![]() Sie galten in frühen Jahrhunderten als die drei "bösen W": Wein, Weib und Würfel. ("Bacchanal" von Tizian, entstanden von 1518 bis 1520, heute im Museum Prado in Madrid) |
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In der nachfolgenden Zeit der Aufklärung, in der die
Menschheit und auch die Kirche vom Licht der Wissenschaft erleuchtet wurde,
sah man die Sache dann nicht mehr ganz so eng; obwohl dem Würfelspiel
bis heute etwas leicht verwerfliches anhaftet. Mit der einsetzenden Industrialisierung begann der Aufstieg des Würfelns in die Gesellschaftsfähigkeit, da nun immer mehr Kneipen eröffnet wurden, um den Arbeitern ein geselliges Zusammensein zu ermöglichen. Etwa zu dieser Zeit dürfte auch das Schocken in seiner heutigen Form entstanden sein. Dieses, genau wie die Herkunft des Wortes Schocken, läßt sich jedoch nicht mehr eindeutig klären, da es an Zeitzeugen und Dokumenten mangelt. In den in rascher Folge stattfindenden Weltkriegen I und II wurde auf deutscher Seite an allen Fronten bekanntermaßen bis zum bitteren Ende geschockt. Mit dem nun einsetzenden Wiederaufbau und dem nachfolgenden Wirtschaftswunder erholte sich auch der Schocksport zusehends. Jetzt überspringen wir ein paar Jahre und landen in den 70ern, als das heute schon legendäre Bistro in Halle seine Pforten öffnete. Schon früh eine Hochburg des Schockens, überlegten sich einige Leute etwa um 1977, daß man auch Schockturniere veranstalten müßte. So wurde, unter der Federführung von Dieter Lütke, die Punktwertung und der Durchführungsmodus für Schockturniere erarbeitet. Die ersten Turniere konnten stattfinden. Da die ersten Turnierspieler, Veteranenberichten zufolge, ein ziemlich wilder Haufen war, gestalteten sich jene frühen Turniere ebenso. Oft standen diese unter bestimmten Mottos, so mußten mal alle Spieler in Frauenkleidern antreten, mal wurde nur Hörner Whisky zu verlorenen Runden ausgeschenkt und ähnlich verwegenes Zeugs. Auch waren oft hohe Ausfälle während der Turniere zu beklagen. Der technische K.O. durch Spirituosen gehörte zur Regel, doch wie auch sonst im Leben wurden die Spieler älter und ruhiger, dennoch war, ist und bleibt ein Schockturnier eine trinkfreudige Angelegenheit. Im Jahre 1983 erlebte der Turniersport dann einen herben Rückschlag, denn die Türen des Bistro schlossen sich. Bis in das Jahr 1987 fanden keine Schockturniere mehr statt. In diesem Jahr übernahmen Gerrit Ellguth und Ronald Petersen die Haller Altstadt und dort begann das Turnierspiel von neuem. Schon nach nur einem Jahr kam man zu der Ansicht, daß einfache Turniere nicht mehr ausreichten. Die Teilnehmerzahlen stiegen ständig und so wurde die Grand Slam Serie ins Leben gerufen. Initiator war hier Gerrit Ellguth. Zum ersten Mal wurde durch mehrere Turniere ein Jahressieger ermittelt. Wiederum ein Jahr später hat dann der hier fabulierende den Wenzel Cup gestartet, da einige Spieler der Meinung waren, vier Turniere im Jahr seien einfach zu wenig. Da ich anscheinend nichts besseres zu tun hatte, überarbeitete ich den Grand Slam Modus dahingehend, daß anstatt dreizehn Runden nun fünfzehn zu spielen sind und nicht der erst-, zweit- und drittplazierte einen Pokal erringt, sondern der erst-, sechst- und zuvorletztplatzierte. Damit haben auch Anfänger und nicht so gute Spieler eine Chance auf einen Pokal. Im Jahr 1993 eröffneten die Herren Ellguth und Petersen das Old Folley s in Brockhagen und um diesem eine Starthilfe zu geben, wechselte der Wenzel Cup dorthin. Das Folley`s wurde seit seiner Eröffnung von Rosie als Geschäftsführerin geleitet. Als diese dann den Laden übernahm und nun auch Inhaberin war, blieben wir weiterhin dort. In den folgenden Jahren hat Rosie sich große Verdienste erworben, da sie die Bierpreise bei Turnieren sponsorte und einen Fahrdienst einrichtete. 1998 wechselte der Cup dann aus organisatorischen Gründen wieder in die Altstadt. Für die Zukunft ist ein Rekordversuch im Dauerschocken in Planung und natürlich der Pokal der Pokalsieger für das Jahr 2000. Peer Wenzel |
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